WEMA und Fraunhofer IWU kooperieren für die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft
Das Fraunhofer IWU und die NSH Technology GmbH, Niederlassung WEMA Glauchau realisieren im Zeitraum April 2023 bis April 2026 ein Forschungsprojekt für die Fertigungstechnik für die Herstellung von Profilwalzen für die Produktion von Bipolarplatten in Elektrolyseuren für die Wasserstoffwirtschaft. Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und der Sächsischen Aufbaubank.
Die Aufgabe: Fertigungstechnik von Profilwalzen
Für deren hochratefähige Produktion durch Hohlwalzprägen werden hochgenaue Profilwalzwerkzeuge benötigt. Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung und Realisierung von Produktionsprozessen (Maschine, Werkzeuge, Systeme) und Bearbeitungstechnologien zur Herstellung dieser Werkzeuge unter Anwendung innovativer Verfahrenskombinationen von Zerspanen (Fräsen, Schleifen, Polieren) und Laserabtragen.
Neben der produktiven und kostengünstigen Werkzeugfertigung ist die Sicherstellung höchster Qualitätsanforderungen bzgl. Form und Rauheit zu realisieren. Das erfordert eine reproduzierbare Werkstückaufspannung. Dafür und für die mehrstufige und adaptive Prozessführung bedarf es prozessnaher qualifizierter Messtechnik und ‑technologien.
Weitere Projektziele sind die Konzeption einer kombinierten Maschine für die Zerspanung und das Laserabtragen sowie eine durchgängige Digitalisierung des Herstellprozesses und des Bauteils genauso wie die Betrachtung der Übertragbarkeit der Technologien auf weitere Anwendungen.
Die Herausforderung: Hohlprägewerkzeuge
Die Umsetzung der ambitionierten Energie- und Klimapolitik bedingt einen umfangreichen Wandel unserer Energiesysteme und Ressourcennutzung. Dabei spielt Wasserstoff und dessen effiziente Herstellung durch Elektrolyseure sowie Nutzung durch Brennstoffzellen eine große Rolle. Kernbauteil beider Systeme ist die Bipolarplatte, deren Herstellung zeit- und kostenintensiv ist. Hier besteht ein signifikante Einsparungspotenzial durch hochratefähige Produktionsprozesse, für die die Entwicklung von Fertigungstechnik und –technologien sowie der Aufbau entsprechender Produktionskapazitäten erforderlich ist.
Ziel des Projektvorhabens ist zum einen die Prozessentwicklung zur wirtschaftlichen Herstellung von hochpräzisen Umformwerkzeugen für Bipolarplatten durch die Kombination von innovativen Zerspanungs- und Laserabtragsprozessen in optimierten Prozessketten Ziel ist zum anderen die gleichzeitige Betrachtung der Umformprozesse durch Validierungsversuche und direkt daraus resultierender Anforderungen für die Werkzeugfertigung (z.B. Qualitätsmerkmale für Form und Rauheit, Materialhärte).
Ergebnis ist eine Gesamtprozessbetrachtung für die Herstellung von Umformwerkzeugen auf Basis der Randbedingungen der Werkzeugfertigung (z.B. Verfahrensgrenzen, Produktivität, Kosten) und gleichzeitiger Detailierung und Spezifizierung der Umformwerkzeuge und –verfahren durch Validierungsprozesse
Diese Methodik ermöglicht die robuste und produktive Herstellung von Bipolarplatten für Systeme der Energietechnik. Eine Übertragbarkeit auf weitere Anwendungen aus der Anlagen- und Medizintechnik ist gegeben.
Eckdaten zum Projekt
Laufzeit
April 2023 bis April 2026
Koordination
NSH Technology GmbH, NL WEMA Glauchau
Fördermittelgeber
Sächsische Aufbaubank
Kofinanziert von der Europäischen Union
Förderkennzeichen
100670772
Weitere Projektpartner
SITEC Chemnitz
GESAU Glauchau
DIT-Diamanttechnik Oberlungwitz


